Wir sind richtig für dich! Aber wie machen wir das eigentlich?

Das Ziel der neuen Oberschule ist es, eine Lernumgebung zu sein, die jedem Schüler in seiner Leistungsfähigkeit gerecht wird. Das heißt, wer mehr Zeit und Unterstützung benötigt, soll diese bekommen und wer schneller vorangehen kann, soll „Vollgas“ geben können.
Das versuchen wir im Wesentlichen auf drei Säulen zu realisieren:

Kooperative Lernformen – Teilgebundene Ganztagsschule – Personalisiertes Lernen

Was hat es damit auf sich?

Bei den kooperativen Lernformen wechseln sich Phasen von Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit sowie Präsentationsphasen ab. Das hat den Vorteil, dass jeder Schüler sich mit der Sache auf mehreren Ebenen befassen muss. Niemand kann sich aus der Verantwortung ziehen. Die gemeinsamen Phasen gewährleisten, dass man sich einerseits gegenseitig unterstützt und andererseits im Austausch miteinander die Inhalte tiefer durchdringt. Auch ist es hier möglich, dass Schüler auf unterschiedlichen Leistungsniveaus ihren Fähigkeiten entsprechende Aufgaben bearbeiten. Kooperative Lernformen sind bereits seit Längerem Standard moderner kompetenzorientierter Pädagogik. Sie werden eine wichtige Grundlage unserer Arbeit sein.

Dienstags und mittwochs werden die fünften Klassen bis 15:30 Uhr zur Schule gehen. Die Oberschule ist teilgebundene Ganztagsschule mit verpflichtender Teilnahme an zwei Tagen. Durch die längere Zeit, die Schülerinnen und Schüler in der Schule verbringen, können wir den Tag anders strukturieren. Die Pausen sind länger, durch den Unterricht in Doppelstunden gibt es weniger Fächer pro Tag und die Arbeit in freien Lernzeiten wird gewährleisten, dass es keine Hausaufgaben mehr geben wird – zu Hause lernen darf und sollte man natürlich dennoch ;-).

Um den Ansprüchen jedes Kindes bei uns gerecht zu werden, hilft uns in den Hauptfächern das personalisierte Lernen. Nach und nach werden unsere Schülerinnen und Schüler immer mehr eigene Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Mit Unterstützung des Lehrers finden Sie heraus, was sie schon können und welches ihr nächster Schritt auf dem Weg zu ihrem Ziel sein wird. Dabei ist es möglich, dass die Schülerinnen und Schüler teilweise an sehr unterschiedlichen Stellen im Lehrplan unterwegs sein werden. Immer wieder wird es Punkte geben, an denen die ganze Lerngruppe sich mit dem gleichen Inhalt beschäftigt. Dazwischen werden aber diejenigen, die mehr Zeit und Unterstützung benötigen, diese auch bekommen. Die Schülerinnen und Schüler, die größere Herausforderungen benötigen, bekommen diese ebenfalls. So wollen wir gewährleisten, dass jedes Kind erfolgreich sein kann und kontinuierlich darüber Rückmeldung bekommt, welche Ziele bereits erreicht wurden und welches die nächsten Schritte sein werden.

Zu Beginn der Schulzeit bei uns werden wir die Schülerinnen und Schüler behutsam an die neuen Formen des Lernens heranführen. Vieles wird zunächst wie gewohnt ablaufen und wir werden an die Kompetenzen aus der Grundschule anknüpfen.

Auf ihrem Weg werden wir die Schülerinnen und Schüler eng begleiten. Die Lehrkräfte werden dafür verantwortlich sein, den Schülerinnen und Schülern erfolgreiches Lernen zu ermöglichen. Sie werden sie unterstützen, ihnen helfen Erfolge zu erzielen, sie ermutigen, Herausforderungen anzunehmen und sie in die Pflicht nehmen, ihren Fähigkeiten entsprechend persönliche (!) Höchstleistungen zu vollbringen.

Am Ende der Schulzeit bei uns sollen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernprozess selbst organisieren können. Sie sollen selbst in der Lage sein, Verantwortung für sich, ihre Entwicklung  und ihre Erfolge zu übernehmen. Sie sollen wissen, was sie können und was sie benötigen, um die nächsten Schritte zu gehen. Mit anderen Worten: Sie sollen fit für ihre Zukunft sein.

Je nach Abschluss, Fähigkeiten und Neigungen geht´s dann

  • in eine betriebliche Berufsausbildung
  • in eine schulische Berufsausbildung
  • in die berufsbildende Oberstufe
  • in die gymnasiale Oberstufe

Alle Wege bleiben offen!